Pflegekostenversicherung

In Abgrenzung zur Pflegetagegeldversicherung wird innerhalb der Pflegekostenversicherung an die (Vor-)Leistung der Pflegepflichtversicherung (gesetzlich oder privat) angeknüpft. Die Restkosten, also die Differenz zwischen Vorleistung und tatsächlichen Kosten, kann durch die Pflegekostenversicherung ganz oder teilweise – je nach vertraglicher Vereinbarung – übernommen werden.

Zusatzversicherung

Rund 90% der Bevölkerung in Deutschland ist in der gesetzlichen Krankenversicherung versichert. Der Umfang des Versicherungsschutzes wird seit einigen Jahren – bedingt durch die angespannte Kassenlage – zunehmend zurückgefahren.

Selbstverständlich liefert die GKV auch weiterhin die medizinische Basisversorgung. Doch Komfortleistungen, wie beispielsweise Chefarztbehandlungen, oder Einbettzimmer müssen separat bezahlt oder mit einer entsprechenden privaten Zusatzversicherung abgesichert werden.

Diese privaten Zusatzversicherungen dienen daher als Ergänzungen zum gesetzlichen Krankenversicherungsschutz.

In einer Umfrage aus 04/2006 sahen freie Vermittler insbesondere in diesem Geschäftsfeld eines der wichtigsten Trenderwartungen für das Jahr 2006 und die folgenden Jahre.

Die Zusatzversicherungen im Überblick:

  • KRANKENHAUSZUSATZVERSICHERUNG
  • KRANKENHAUSTAGELDVERSICHERUNG
  • KRANKENTAGEGELDVERSICHERUNG
  • AMBULANTE ERGÄNZUNGSTARIFE
  • AMBULANTE KOSTENERSTATTUNGSTARIFE
  • ZAHNERSATZ-ZUSATZVERSICHERUNG
  • KUR-ZUSATZVERSICHERUNG
  • HEILPRAKTIKERBEHANDLUNG
  • AUSLANDSREISEKRANKENVERSICHERUNG

* PFLEGEZUSATZVERSICHERUNGEN:

* Pflegetagegeldversicherung
* Pflegekostenversicherung
* Pflegerentenversicherung

Krankentagegeldversicherung

Ein Krankentagegeld wird dann ausgezahlt, wenn der Versicherte infolge Krankheit oder eines Unfalls einen Verdienst- oder ein Einkommensausfall hat.

Daher kann diese Zusatzversicherung auch nur von Menschen abgeschlossen werden, die zu Erwerbszeiten ein entsprechendes Arbeitseinkommen erzielen. Die Höhe ist auf den maximalen Einkommensausfall maximiert.

Im Rahmen der gesetzlichen Lohnfortzahlung bekommt der Arbeitnehmer in der Regel sechs Wochen Lohnfortzahlung. Danach wird das gesetzliche Krankentagegeld ausbezahlt. Diese darf maximal 70% vom Brutto und nicht mehr als 90% des Nettoeinkommens betragen. Im Schnitt liegt es bei rund 60% des Bruttoeinkommens.

Achtung: Bei Menschen mit einem Verdienst oberhalb der Beitragsbemessungsgrenze ist das ausbezahlte Krankentagegeld im Verhältnis noch niedriger!

Jeder Krankengeldempfänger muss auf dieses Ersatzeinkommen Sozialversicherungsprämien leisten. Die Versorgungslücke wird dadurch zusätzlich größer, wie das Schaubild verdeutlicht:

Abbildung 20: Krankentagegeld-Berechnung in unterschiedlichen Einkommensgrößen

KRANKENTAGEGELD-BERECHNUNG (schematisch)
Brutto mtl. 1.500 3.000 5.000
LSt., KSt., Soli 143,2 637,8 1.494,6
Sozialabgaben      
GRV (19,5%) 146,3 292,5 487,5
ALV (6,5%) 48,8 97,5 162,5
KV (13,3%) 99,8 199,5 332,5
PV (1,7%) 12,8 25,5 42,5
Netto mtl. 1.049 1.747 2.480
70% des Brutto 1.050 2.100 3.500
90% des Netto 944 1.572 2.232
       
Krankengeld 944 1.572 2.232
./.. Sozialabgaben ohne KV 130,8 217,8 309,2
Krankengeld netto mtl. 814 1.355 1.923
Versorgungslücke mtl. 236 392 557
Alle Angaben in EUR. Sozialabgaben hälftig in der AN-Betrachtung. LSt.-Kl. 1/0, Hessen.

 

Es bleibt festzuhalten: Je höher das Einkommen, desto größer die Versorgungslücke. Diese Lücke ist um so größer, als das Einkommen des Versicherten über der Beitragsbemessungsgrenze liegt.

Das private Krankentagegeld darf zusammen mit dem gesetzlichen Tagegeld allerdings nicht mehr als der monatliche Nettoverdienst zzgl. der Sozialabgaben für die Rentenversicherung ausmachen. Dabei darf der Beginn der Auszahlung von dem des gesetzlichen Krankentagegelds durchaus abweichen. Während des Lohnfortzahlungszeitraums ist eine Auszahlung des Krankentagegelds nicht möglich.

In Abgrenzung zu den Arbeitnehmern können Selbständige frei wählen zwischen:

1. privater Krankentagegeldversicherung

2. keiner Versicherung

3. gesetzlichem Krankengeld

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Quellenhinweis:: Wir bedanken uns für die Unterstützung der SMARTcompagnie GmbH, die uns den ursprünglichen Originaltext dieses Artikels zur Verfügung stellte www.smartcompagnie.de (Stand des Originaltextes 2006).

Zahnzusatzversicherung

Grundsätzlich übernimmt die gesetzliche Krankenversicherung 50% der Kosten, die die GKV für angemessen definiert. Über ein Bonusprogramm kann der Versicherte selbst diesen Anteil auf 65% anheben, soweit er innerhalb der letzen 10 Jahre die notwenigen Vorsorgeuntersuchungen nachweisen kann.

Fazit: Dem Versicherten bleibt in jedem Fall eine Selbstbeteiligung von min. 35-50% an den Zahnersatzkosten. Diese Kosten können privat über eine Zusatzversicherung gedämpft werden.

Die Tarifwelt sieht hierzu im Wesentlichen folgende unterschiedliche Erstattungsformen vor:

1. Prozentuale Erstattung des gesamten Rechnungsbetrages, maximal aber 80, oder 90% bei Anrechnung der GKV

2. Prozentuale Erstattung des Differenzbetrages nach Vorleistung der GKV

3. Aufstockung des GKV-Betrages auf z.B. 90% des Gesamtrechnungsbetrags

4. Dieselbe Leistung wie der GKV-Betrag

Oftmals sind in den ersten Jahren nach Vertragsabschluss die Ersatzleistungen der privaten Zusatzversicherungen auf Höchstgrenzen beschränkt. Zu den Kosten zählt die zahntechnische Leistung sowie die zahnärztliche Behandlung.

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Quellenhinweis: : Wir bedanken uns für die Unterstützung der SMARTcompagnie GmbH, die uns den ursprünglichen Originaltext dieses Artikels zur Verfügung stellte www.smartcompagnie.de (Stand des Originaltextes 2006).

Krankenvollversicherung

AKTUELLE SITUATION IN DER PKV

Die wachsende Ausgabenseite der gesetzlichen Krankenversicherung, der demografische Wandel Deutschlands, der Wunsch nach bester Gesundheitsversorgung sind Themen, die bei der Entscheidung zur privaten Krankenversicherung auf Kundenseite immer wieder ins Gewicht fallen.

Etwa 16 Millionen Menschen in Deutschland sind bereits heute in der PKV versichert. Davon etwa die Hälfte vollversichert, die andere Hälfte zusatzversichert.

Bild:Entwicklung_kranken_vollversicherung.jpg

Abbildung: Entwicklung der Kranken-Vollversicherung 1999-2005 (Anzahl in Millionen Stück)

QuQuelle. Deutsche Krankenhausgesellschaft, PKV-Verband

Dabei geht die Zahl der „Netto-Wechsler“ zwischen privater und gesetzlicher Krankenversicherung in den letzten Jahren leicht zurück. Damit wirkt sich die außerordentliche Anhebung der Versicherungspflichtgrenze zum 01.01.2003 nunmehr seit 3 Jahren „negativ“ aus.

Bild:Nettouebertritt_krankenversicherung.jpg

Abbildung: Nettoübertritt in Personen zur privaten Krankenversicherung (Angaben in Tausend)

Quelle: PKV –Verband; GDV Jahrbuch

Der Kunde bestimmt in der PKV selbst seinen gewünschten Versicherungsumfang. Dabei spielen die eigene Risikobereitschaft und das Einkommen eine wesentliche Rolle. Das bedeutet: der Kunde kann von der Basisversorgung bis hin zum Premium-Versicherungsschutz weitestgehend frei wählen.

Laufend steigende Gesundheitskosten gelten natürlich gleichermaßen für die GKV als auch für die PKV. Während sich die GKV-Prämien automatisch über die Anpassungen zur Beitragsbemessungsgrenze verteuern, arbeitet die PKV mit Alterungsrückstellungen grundsätzlich anders in punkto Beitragskalkulation.

Die Gesundheitsreform 2006/2007 steht vor der Tür. Basis hierfür liefert der Koalitionsvertrag der Regierungsparteien. Als Zielsetzungen dieses Papiers gelten:

1. Wettbewerb zwischen GKV und PKV als „Fair-Play“

2. Freie Arzt- und Kassenwahl

3. Übertragung von Alterungsrückstellungen beim Wechsel innerhalb der PKV zu einem anderen Versicherungsunternehmen.

aus Verswiki

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